Zucht

Da der „Deutscher Jagdterrier“ in Italien wenig bekannt und großteils mit negativen Vorurteilen behaftet ist, welche der Rasse außer einer hohen Aggressionsbereitschaft keine weiteren positiven Eigenschaften zuerkennen, ist es an der Zeit, die züchterischen Erfolge und Fortschritte, sowie die positive Entwicklung der letzten Jahrzehnte ins rechte Licht zu rücken.


 

Seriöse Züchter legen großen Wert darauf, einen gesunden, stabilen, absolut verlässlichen und wesensfesten Deutschen Jagdterrier zu züchten, der sich durch hohe Intelligenz, Jagdverstand und eine gute Nase auszeichnet. Sie versuchen ihm seine vielseitigen jagdlichen Eigenschaften, sei es über als auch unter der Erde zu erhalten. Manchmal eine züchterische Gratwanderung, soll der Hund doch einerseits ruhig, wesenfest und führig sein, andererseits aber trotzdem genügend Raubwildschärfe haben.
So werden die Hunde bei den Spurlautprüfungen auf Naseleistung, Spurlaut, Spurwillen, Spursicherheit und Führigkeit hin bewertet. Am Kunstbau wird die Eignung zur Baujagd geprüft und im nassen Element stellt der Deutsche Jagdterrier seine Wasserfreude unter Beweis.

Eine solche Zuchtauslese erhält dem Deutschen Jagdterrier seine Vielseitigkeit über und unter der Erde. Auf diese Weise selektierte Zuchthunde und die daraus resultierenden Welpen ermöglichen es dem Jäger, seinen Deutschen Jagdterrier, gezielt und angepasst an die jagdlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten seines Reviers, individuell in den verschiedensten Jagdarten einzusetzen.

Der Schwerpunkt wird in Italien sicherlich bei der Baujagd und die Jagd auf Schwarzwild liegen, aber auch zur Stöberjagd auf jegliche Art von Niederwild und Schalenwild wird er Verwendung finden.
Wir werden ihn auch, bei der Jagd auf Kaninchen in Sardinien, aber auf den Booten des Po und an den vielen Seen Italiens finden, wo er Federwild aufstöbert nach dem Schuss korrekt apportiert.
Auch bei der Nachsuchenarbeit auf angeschossenes Schalenwild werden wir den Deutschen Jagdterrier immer häufiger antreffen, wird doch in Jägerkreisen, seine ausgezeichnete Nase, sein Spurwille, seine Spursicherheit sowie seine Ausdauer und Mut, Voraussetzungen für eine gute Schweißarbeit, immer mehr geschätzt.

Die unterschiedlichsten jagdlichen Realitäten und Gepflogenheiten von den Alpen bis Sizilien, sind genau auf die Vielseitigkeit und das Arbeitsspektrum unserer Rassen zugeschnitten, und genau diese Vielseitigkeit wird die Zukunft des Deutschen Jagdterriers in Italien sein.

Fliri Friedrich