Arbeitsprüfungen beim Deutschen Jagdterrier

 


Der Deutsche Jagdterrier ist ein Jagdhund, der vom Jäger zum Jäger kommt, und in Jägerhände gehört.
Um den hohen Leistungsansprüchen, die an ihn gestellt werden, gerecht werden zu können, braucht es rassenspezifische und
praxisorientierte Arbeitsprüfungen.
Nur so sind wir in der Lage dem Deutschen Jagdterrier seine vielseitigen Fähigkeiten, unter als auch über der Erde zu erhalten.


Über diese Arbeitsprüfungen erhalten wir alle nötigen Daten und Auswertungen, damit die Entwicklung der Rasse beobachtet und gegebenenfalls jederzeit notwendige Maßnahmen gesetzt werden können.
Durch das Erfassen aller Prüfungsergebnisse in einem elektronischen Programm (Dogbase) kann eine Zuchtwertschätzung erstellt werden, die alle 3 Monate erneuert wird. Über die verschiedensten Filter kann die Entwicklung der Rasse bestens analysiert werden.

Deshalb sind Arbeitsprüfungen und Zucht eng miteinander verbunden, wie zwei Zahnräder die in einem Getriebe ineinander greifen.

Die Spurlautprüfungen am Feldhasen liefern die Auswertungen über die Nase und Spurlaut. Der Bau liefert die Auswertung zur Härte und am Wasser wird die Wasserfreude der Rasse festgestellt.
Diese Zuchtprüfung (ZP) oder Anlageprüfungen (AP) in Italienisch auch als „Test Attitudini Naturali (TAN)“ bezeichnet, dienen in erster Linie der Zuchtauslese und sind Voraussetzung um zuchttaugliche Hunde zu erhalten.

Nicht jeder Hund kann oder muss ein Zuchthund werden!

Während diese Zuchtprüfungen hauptsächlich der Zuchtauslese dienen, gibt es noch die verschiedenen Arbeitsprüfungen für den Deutschen Jagdterrier, um bestimmte vom Jagdhund verlangte Arbeiten, und um die Jagd auf bestimmte Wildarten, überhaupt ausüben zu dürfen.

Dazu gehören beim Deutschen Jagdterrier:

• Die Vollgebrauchsprüfungen (VGP):
Arbeitsprüfung bei der der Deutsche Jagdterrier in seinem gesamten Arbeitsspektrum durchgeprüft wird und die vielseitigen Eigenschaften, sei es unter als auch über der Erde, unter Beweis zu stellen. Wichtig für die Zucht, denn nur wesenfeste und ausgeglichene Hunde lassen sich für eine VGP ausbilden und erfolgreich führen.


Die Schweißprüfungen:

Um den Anforderungen einer weidgerechten Jagd gerecht zu werden, gilt als Mindestanforderungen für einen Schweißhund, das Bestehen einer Prüfung auf einer Übernachtfährte mit einer Länge von 600 bis 1000m.
In den meisten Ländern ist das Nachsuchen mit einem geprüften Hund, und nur von einem solchen, vom Jagdgesetz zwingend vorgeschrieben.



Die Stöberprüfungen:

In verschieden Regionen Italiens ist die Jagd auf Schalenwild (hauptsächlich Schwarzwild) nur mit ausgebildeten und geprüften Hunde (cane limiere) erlaubt. Im Schwarzwildgatter kann der Hund diese Prüfung ablegen, außerdem können wir unsere Deutschen Jagdterrier bestens auf ihre Härte hin, am Schwarzwild prüfen. Hunde die selbständig Schwarzwild finden und dieses dann auch beherrschen, bestätigen, dass sie mit
genügend Härte ausgestattet sind.


Jede Arbeitsprüfung die künstlich geschaffen wird, so praxisorientiert sie auch sein mag, ist nicht in der Lage die Realität der effektiven Jagdausübung zu ersetzen. Deshalb sind die Naturleistungszeichen bei der Jagdausübung wohl die ehrlichste Art einen DJT zu bewerten. Einzig die technische Abwicklung ist schwierig, da man meistens keine Richter vor Ort hat.
Nicht immer sind gute Prüfungshunde auch diejenigen die in der Praxis gut funktionieren, und umgekehrt sind Hunde die auf künstlichen Schweißprüfungen keinen Meter laufen in der Praxis durch nichts zu ersetzen. Sobald eine Krankwitterung da ist, arbeiten die Hunde über Kilometer einwandfrei am Riemen, einmal geschnallt über lange Strecken, stellen über längere Zeit und ziehen letztendlich das gestellte Wild nieder!