Geschichte

Erste Spuren lassen sich bereits in den Schriften der alten Griechen finden, welche britannische Stämme erwähnen die kleine Hunde zum Suchen, Verfolgen und Finden von Wild einsetzten Wahrscheinlich die Vorfahren unserer heutigen Terrierrassen?
Eine ausführliche Beschreibung gibt es in der „Cynograpia Britannica“:

er ist streitlustig, mürrisch und leicht reizbar, von hoher Intelligenz, stets in Alarmbereitschaft einmal in Aktion gebracht. Besitzt er auch nicht die Hartnäckigkeit der Bulldogge, habe er eine Schnelligkeit im Angriff, welchen er mit Geschicklichkeit und hoher Intelligenz führe. Diese Aktionen schützen ihn selbst und meist bedeuten sie den Tod des Gegners.
Er stürzt sich in die Bauten und treibt den Fuchs heraus oder reißt ihn in Stücke. Den dickköpfigen und harten Dachs zwingt er ans Tageslicht. So groß wie sein Mut ist auch seine Intelligenz. Er arbeitet gemeinsam mit Foxhound, Beagle, Greyhound und Spaniel. Fuchs, Dachs, Wildkatzen, Marder, Itlis, Wiesel und Ratten sind seine Feinde. (Rattler – Terrier die zu Kämpfen eingesetzt wurden wo in kürzester Zeit möglichst viele Ratten zu töten waren. Er treibt den Otter aus den Felsklippen und geht auch einem Kampf im Wasser nicht aus dem Wege“

Die Farbe wird als schwarz mit rotbraunen Läufen, mit rotbrauner Schnauze und Flecken in derselben Farbe über den Augen beschrieben. Es gibt sie in rau- und glatthaariger Form.
Somit waren bereits die Stammeltern des Foxterriers, schwarzrot wie unsere heutigen Deutschen Jagdterrier die immer noch die Farbe des Urterriers besitzen.
Durch die ausgesprochene Zweckzucht die damals in England betrieben wurde, Setter zum Vorstehen, Retriever zu Apportieren, wurden Terrier ausschließlich zum Sprengen von Raubwild verwendet. Dabei gingen dem Foxterrier seine ursprünglich vielseitigen Eigenschaften, die er für die Jagd über der Erde besaß, verloren. Was blieb war eine ausgeprägte Schärfe und durch diese einseitige Zucht, drohte Jagdverstand, Intelligenz und Nase verloren zu gehen. Ende des 18ten Jahrhunderts kamen Hundeausstellungen in Mode und die Zucht orientierte sich ausschließlich an der Schönheit. Der Foxterrier avancierte zum Haus- und Ausstellungshund dessen jagdlichen Eigenschaften verloren gingen.
Ums 19 Jahrhundert tauchten die ersten Foxterrier in Deutschland auf und waren alsbald sehr populär. Da im Foxterrierclub die Jäger zahlenmäßig in der Minderheit waren und mit einer reinen Schönheitszucht nichts anfangen konnten, trennten sich diese vom Foxterrierclub um eine Zucht aufzubauen, welche ausschließlich auf die Erhaltung eines jagdlich brauchbaren Arbeitsstammes des Foxterriers hinzielte.
Die Jagdkynologen Fries, Zangenberg und Grünewald propagierten einen schwarzroten Erdhund und zerwarfen sich mit den Foxterrierzüchtern und kehrten dem Verein den Rücken.
Durch Zufall erhielt Zangenberg vom Zoodirektor Dr. Heck/Hagenbeck vier schwarzrote Terrier geschenkt, die aus reinen Foxterrierstämmen gezüchtet waren.
Diese schwarzroten Stammhunde „Werwolf“, „Rauhgraf“, „Morla“, „Nigra“ begründeten die Zucht des Deutschen Jagdterriers. Es wurde mit besten Foxterrierstämmen gekreuzt die viel gedeckte Farbe aufwiesen. Trotzdem gelang es nicht die schwarzrote Farbe zu festigen.
Zu der Zeit stieß Dr. Herbert Lackner zu den Begründern der Rasse. Gemeinsam gelang es durch geschicktes Einkreuzen des altenglischen rauhaarigen Urterriers sowie des Welsh Terriers nach jahrelangen intensiven Zuchtbemühungen das Erscheinungsbild dieser Rasse zu festigen.
Gleichzeitig legte man großen Wert darauf, einen vielseitig veranlagten, harten, spurlauten und wasserfreudigen Hund mit ausgesprochenem Jagdinstinkt und bester Abrichtefähigkeit zu züchten. 1926 wurde der Deutsche Jagterrier-Club e.V. gegründet. Nach wie vor legen die Züchter des Deutschen Jagdterriers allergrößten Wert auf jagdliche Brauchbarkeit, Wesensfestigkeit, Mut und Schneid dieses Jagdhundes.