Dogbase und LL

Dogbase

Dogbase ist eine elektronische Datenbank welche Informationen über Hunde enthält. Der Wert des Programms liegt in der vielfältigen Nutzung der Resultate. Das heißt man kann Stammbäume über mehrere Generationen einsehen und erhält Auskunft über Inzuchtkoeffizienten, Zuchtleistungen und Gesundheitsdaten.
Außerdem kann man Paarungen kombinieren und für eine bestimmte Hündin auf Rüdenschau gehen und mögliche Paarungspartner genau berechnen lassen. Inzucht- und Homogenitätskoeffizient der Welpen können berechnet werden, somit habe ich eine Berechnung, wir groß das Risiko für die Nachkommen an einem Augenleiden (LL) zu erkranken ist.
Ein transparentes Zuchtprogramm welches die Zuchtordnungen der Hundevereine unterstützt mit denen versucht wird gesunde und gut veranlagte Hunde für die Praxis zu züchten.

Ohne ein solches Zuchtprogramm lässt sich eine seriöse Zuchtauslese und eine kontrollierte Entwicklung einer Rasse nicht gewährleisten, deshalb wird der ICDJT versuchen, die Deutschen Jagdterrier die in Italien zu Welt kommen, in dieses EDV Programm des TG Verlags aufzunehmen.


Zuchtwertschätzung

Diese elektronische Datenbank ermöglicht es uns mit statistischen Berechnungen die Zuchtwerte für bestimmte Merkmale zu ermitteln. Man spricht dabei von einer Zuchtwertschätzung. Beim Deutschen Jagdterrier interessieren uns folgende Werte:

Schulterhöhe
Nase
Spurlaut
Härte
Wasserfreude


Der Rassendurchschnitt wird für jedes dieser Merkmale mit 100 angenommen. Hat ein Hund in der Schulterhöhe 100, beim Rüden einer Schulterhöhe von 38 cm und bei der Hündin einer Schulterhöhe von 36 cm. So lässt ein der Wert 93 kleinere Hunde und der Wert 112 größere Hunde erwarten.
Die Zuchtwertschätzung basiert auf den verschiedenen Leistungen die von de Ahnen, den Eigenleistungen des Hundes sowie den Leistungen der Geschwister und Nachkommen erbracht werden. Diese Werte sind somit immer in Bewegung und müssen vierteljährlich neu berechnet werden. Woher bekommen wir die nötigen Daten? Die Schulterhöhe wird bei Zuchtprüfungen oder Zuchtschauen ermittelt, während Daten zur Nasenleistung und zum Spurlautlaut von den Spurlautprüfungen am Feldhasen stammen. Die Härte wird am Bau oder im Schwarzwildgatter festgestellt und die Wasserfreude im Zuge der Zucht- oder Anlageprüfung am Wasser.
Um diese für die Zuchtwertschätzung notwendigen Daten liefern zu können, brauchen wir diese rassenspezifischen Arbeitsprüfungen, nur so können wir die Entwicklung der Rasse steuern und gegebenenfalls züchterisch Einfluss auf die Entwicklung der Rasse nehmen.
Der Wert für die Linsenluxation wird mit der Zeit aus der Zuchtwertschätzung verschwinden, das es neue Verfahren aus der Gentechnologie gibt (werden im nachfolgenden Absatz erklärt).

Die Lindenluxation (LL – Luxatio lentis)

LL ist eine schwerwiegende und ernst zu nehmende Erbkrankheit welche das ganze Auge betrifft und zu einer Loslösung der Linse im Auge und somit zum Erblinden führt.
Deshalb unterhalten die Mitgliedsländer des IV für DJT ein Programm zur Bekämpfung dieser Krankheit, an dem sich der ICDJT beteiligen möchte.
Dank der modernen Genforschung ist es an der Universität von Missouri (USA) gelungen das Gen, welches für die Primäre Linsenluxation (PLL) bei den Terrierrassen verantwortlich ist zu identifizieren, und ist somit auch am Deutschen Jagdterrier anwendbar.
Das Normalgen wird mit N, das mutierte Gen mit M gekennzeichnet. Daraus ergeben sich, je nachdem was vom Vater und er Mutter vererbt wurde, drei mögliche Kombinationen N/N, N/M und M/M.
Aus Paarungen mit Hunde mit „PLL NN“, aber auch aus Mischpaarungen mit mindestens einem Hund der mit „NN“ getestet ist, sollten nur noch gesunde Welpen geboren werden, was langfristig zur Ausrottung der Krankheit führt. Alle Test und Daten werden über den TG-Verlag und das EDV Programm „Dogbase“ ausgewertet und verwaltet.